Kurs: Babyschwimmen

Babys und Kleinkinder werden spielerisch an das Element Wasser gewöhnt.
Durch die Bewegung im Wasser fördern Sie Geschicklichkeit, Gleichgewicht,
Koordination, Körperhaltung und Wahrnehmung ihres Kindes. Das Krabbeln
fällt leichter, die Muskulatur wird gekräftigt und Verspannungen werden abgebaut.

Bei körperlichen Beeinträchtigungen befragen Sie bitte Ihren Arzt. Am Kurs
können Kinder mit Herz- und Lungenerkrankungen leider nicht teilnehmen.

Ziele des Babyschwimmens:
Im Vordergrund sollte immer die Freude des Babys stehen, sich frei zu bewegen, Körperkontakt mit den Eltern aufzunehmen, Kommunikation mit anderen Kindern
zu haben und eigene Erfahrungen zu sammeln.

Alter der Babyschwimmer:
Ich beginne mit dem Babyschwimmen ab dem 4. Lebensmonat bis zu Einem Jahr.
Aus folgenden Gründen:
-  die Babys sind immunstärker
-  besseres Fettgewebe
-  Babys können die Eindrücke besser verarbeiten
  (Lautstärke, Licht, Geräusche, Kälte)
-  Habeneine feste Bindung zu ihren Bezugspersonen
-  Können ihren Spaß deutlich zeigen

Was braucht man für das Babyschwimmen?
-  mehrere Handtücher
-  Badehose oder Schwimmpempers
-  Nahrung nicht in Glasflaschen
-  Badeschuhe für die Eltern
-  evtl. Lieblingsspielzeug, frische Kleidung
-  bei trockener Haut Babypflegecreme

Wenn Säuglinge und Kleinkinder schwimmen sollen, dann werden damit ganz bestimmte Ziele verfolgt wie beispielsweise
1.  Selbstrettung
2. Frühes Schwimmen lernen
3. Spiel und Spaß
4. Psychomotorische Förderung
5. Allgemeine Förderung der Gesundheit
6. Gewichtszunahme
7. Stabilisierung der Grob- und Feinmotorik

Tauchen:
das Tauchen wird nur durchgeführt wenn das Baby auch bereit dazu ist. Dies prüft der Kursleiter mit der Wassergußmethode. Das Tauchen ist nicht Ziel des Kurses und wird nur mit Absprache der Eltern und positiver Einstellung des Kindes durchgeführt.

Wirkung des Wassers:
Im Wasser wirken eine Reihe von Reize auf den Menschen.

Wasserwiderstand:
Der Wasserwiderstand bewirkt, dass mit zunehmender Bewegungsgeschwindigkeit die Bremswirkung des Wassers zunimmt und somit einen erhöhten Kraftaufwand erfordert. Dieser erhöhte Kraftaufwand führt zu einer verbesserten Körperwahrnehmung. Kinder mit hypotoner Muskulatur kräftigen ihre Muskeln. Kinder mit hypertoner Muskulatur erfahren nach einiger Zeit- auch wegen der Wirkung der Übungen-, dass die Muskelspannung nachlässt.

Da der Widerstand die Bewegungen bremst, ist die Verletzungsgefahr geringer. Kinder mit Muskel- oder Knochenkrankheiten (z.B. Glasknochen) sind weniger gefährdet.

Wasserdruck:
Taucht der Brustkorb ins Wasser ein, lastet erhöhter Druck auf der Brust. Dadurch wird die Atmung erschwert und die Atemmuskulatur trainiert. Bei Säuglingen die zum ersten Mal senkrecht bis zu den Schultern bis zum Wasser eingetaucht werden, kann man beo-bachten, dass sie einen tiefen Schnaufer tun. Sie atmen bewusst und tiefer gegen den höheren Widerstand.

Auftrieb:
Der statische Auftrieb, den ein Körper im Wasser erfährt, ist so groß wie das Gewicht der von ihm verdrängten Wassermenge. Er wirkt gegen die Schwerkraft. Der Körper wird vom Wasser getragen; die Schwerkraft ist nahezu aufgehoben. Antriebsschwache Kinder können sich mit geringstem Kraftaufwand fortbewegen.

Wärmeleitfähigkeit:
Die Wärmeleitfähigkeit des Wassers ist gegenüber der Luft 25 Mal größer. Da die Körperoberfläche eines Säuglings im Verhältnis zu seinem Körpergewicht bedeutend größer ist als die eines Erwachsenen, kann ein Sßugling schneller auskühlen. Daher wird eine Wassertemperatur von 32 Grad empfohlen.

Chemische und olfaktorische Reize:
Jedes Schwimmbadwasser muss chemisch aufbereitet sein, um Krankheitskeime abtöten zu können. Die Chemikalien verursachen einen typischen "Schwimmbadgeruch", der auch von Kindern identifiziert wird. Mütter berichten oft das ihre Kinder zu lachen und strampeln begannen wenn sie ins Schwimmbad kamen und die Abluft ihnen in die Nase kam. Kinder mit trockener Haut oder Neurodermitis haben nach meiner Erfahrung keine Nachteile, wenn nach der Stunde das Chlorwasser abgeduscht und die Haut eingecremt wird.

Optische Reize:
Die wellige Wasseroberfläche reflektiert das Licht und bildet einen flirrenden, flimmern- und Glimmerteppich. Dieser Lichtreiz wird von Säuglingen sehr stark wahrgenommen, gerade in den ersten Stunden. Sehr junge Säuglinge sollten so getragen werden, dass sie nicht ständig mit den optischen Reizen konfrontiert werden. Wichtig ist dem Kind Zeit zu geben sich an das Schimmern zu gewöhnen.

Akustische Reize:
Der Geräuschpegel ist in Schwimmbädern sehr hoch, da die glatten Wände den Schall vielfach reflektieren. Wichtig ist daher, dass Säuglinge- und Kleinkinderschwimmen in Schwimmbädern stattfinden sollte, die vom übrigen Badetrubel getrennt sind und über akustische Dämmmöglichkeit verfügt.

Säuglinge sollten zu Beginn des Kurses zuerst einmal in einer ruhigen Ecke dicht am Körper der Mutter beginnen, bevor sie allmählich an einen höheren Geräuschpegel gewöhnt werden.

Babyschwimmen- eine Wohltat für Körper Geist und Seele
A. Förderung der körperlichen (motorischen) Entwicklung
- Babyschwimmer lernen, ihre Bewegungen besser zu steuern und zu koordinieren.
- Babyschwimmer verfügen schon sehr früh über einen beachtlichen Aktionsradius
- Babyschwimmer entwickeln ein besseres Gleichgewichts- und Körpergefühl.

B. Förderung der geistigen Entwicklung
- Babyschwimmer weisen eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit auf.
- Babyschwimmer zeichnen sich durch Fantasie und Kreativität aus.
- Babyschwimmer zeigen erhöhtes Reaktionsvermögen.

C. Förderung der zwischenmenschlichen (sozialen) Entwicklung
- Babyschwimmer sind kontaktfreudiger gehen auf andere zu.
- Babyschwimmer zeichnen sich durch Zielstrebigkeit, Selbständigkeit, Selbstbewußtsein und Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit aus.
- Babyschwimmer lassen sich leichter zu Leistungen motivieren.
- Babyschwimmer stellen sich schneller auf ungewohnte oder unbekannte
Situationen ein.